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Ideen für die Eigenständigkeit

 
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Mario R.
Gast





BeitragVerfasst am: So Jan 17, 2010 10:24    Titel: Ideen für die Eigenständigkeit Antworten mit Zitat Beitrag bearbeiten oder löschen

Moin Moin Faustball Deutschland

seit nun ein paar Tagen befinden wir uns alle in der Eigenständigkeit unseres Verbandes...
Doch was stellen wir nun mit der großen Chance an? Was unternehmen wir, um die Chance bestmöglich zu nutzen und unseren Sport positiv der Öffentlichkeit zu präsentieren ?
Welche Strukturen bleiben, welche verändern wir sinnvoll, vor jenen und noch viel mehr Fragen stehen wir nun ! Ich meinerseits freue mich auf der einen Seite über die Eigenständigkeit, auf der anderen Seite bin ich skeptisch, ob alle Leute, die die Eigenständigkeit unbedingt wollten, nun auch mit anpacken ?

DENN NUR GEMEINSAM SIND WIR STARK !!!

1)Öffentlichkeitsarbeit:

Die etwas neu gestaltete Homepage zeigt die richtige Richtung an, eine modernisierte
Seite, die unbedingt aktuell gehalten werden MUSS. Öffentlichkeitsarbeit im Internet ist
heutzutage ein wichtiges Fundament für gelungene Vermarktung und Zuschauerresonanz.
Dabei sollte mehr die Qualität im Vordergrund stehen und nicht die Quantität.

2) Zuschauerresonanz:

Da wären wir auch schon beim Thema Zuschauerresonanz. Ohne Frage kann jeder Aktiver, der ein wenig höher spielt, merken, wie die Resonanz von Saison zu Saison bei vielen Vereinen während des Punktspielbetriebs sinkt. Auch ohne Frage bleibt, das widerrum Deutsche Meisterschaften immer noch gut besucht sind, jedoch auch eher rückläufige Zahlen zu vermelden sind ( was teilweise natürlich auch am sinkenden Spielniveau liegt).

Doch woran kann das liegen, dass Zuschauer vereinzelter den Weg in die Hallen/Feldern finden?

Ich, Harald W, 58, habe in meinem Leben noch nie Faustball gesehen, wohne in Heidkrug und würde mir gerne mal dort die DM der Männer/Frauen in der folgenden Feldsaison angucken. Ich stehe an der Kasse, um dann schockiert festzustellen, 15 Euro für beide Tage zahlen zu müssen, für einen Sport, den ich noch nicht kenne. Natürlich kann ich mir auch nur ein Ticket für einen Tag kaufen, in Anbetracht dass ich dafür 9 Euro zahlen muss und wenn ich am heutigen Samstag, wo ich schon vor Ort bin, rein gehe nichtmal das Finale sehen kann, mir einfach zu viel......

.....das war einfach eine ausgedachte Geschichte ( ich heiße nicht Harald W und komme auch nicht aus Heidkrug..Very Happy ), die verdeutlichen soll, das für mich eines der größten Probleme für den Sport ist, das meist nur aktive Sportler zu den Spieltagen oder DMs/Grossveranstaltungen gehen. Wollen wir jedoch den Sport attraktiver der Öffentlichkeit präsentieren, sollten meiner Meinung nach auch Leute für wenig Geld Faustball gucken können, die es noch nie gesehen haben. Denn nur so können wir neue Leute für den Sport begeistern, unsere Mitgliederzahl vergrößern und auch neue Kinder und Jugendliche an den Sport heranführen (Der Vater nimmt ja gerne dann auch mal seine Kinder mit zu solchen Veranstaltungen).

Bei den Spieltagen werden definitiv nicht zu hohe Preise verlangt, die liegen alle im Rahmen ! Doch warum sind hier die Resonanzen rückläufig? Ich denke da wären wir wieder beim ersten Punkt, verbunden mit dem zweiten. Auf vielen Internetseiten der einzelnen Vereine ist nicht zu vernehmen, wann Spieltage sind und teilweise sind dort viele Sachen verjährt. Für einen Bundesligisten, der den Sport präsentieren soll und auf einem solchen Niveau spielt, muss es eine Vorschrift sein( durch die DFBL, siehe Punkt 3), aktualisierte ,informative Beiträge auf der eigenen Homepage darzustellen ( Vorberichte, Nachberichte, Lage etc.)

Jedoch wird das alleine auch nicht reichen, um deutlich mehr Zuschauer zum Besuch der Punktspiele zu bewegen. Da wären wir wieder bei Harald W. Meiner Meinung nach müssen die Eintrittspreise für DMs gesenkt werden, um mehr Nicht-Faustballern die Möglichkeit zu geben, für humane Preise unseren leidenschaftlichen Sport zu sehen. Jene Eintrittspreise sollten von der DFBL festgelegt werden. Denn genau auf der Ebene des Sports ( DMs) sind in der Regel die besten Faustballer unseres Landes vertreten, die unter normalen Umständen die Zuschauer und auch Nicht-Faustballer für den Sport begeistern können. Doch kriegen wir wieder nur Nicht-Faustballer zu unseren Veranstaltungen, wenn die Öffentlichkeitsarbeit im Vorfeld der DM stimmt. Da wären wir auch schon bei Punkt drei!

3) Einbindung der DFBL in Grossverantaltungen:

Ein Vorschlag meinerseits wäre es, die DFBL stärker in die Vorbereitung und Umsetzung einer DM zu involvieren und dauerhafte Regularien festzusetzen. Somit ergibt sich für jeden Verein weniger Arbeit im Vorfeld einer DM und die DFBL kann sich einer gelungenen Veranstaltung so gut wie sicher sein. Zudem würde der positive Nebeneffekt entstehen, dass sich vermutlich auch mehr Ausrichter für Großveranstaltungen wie jene finden lassen würden. Momentan ist es ja eher der Fall, dass bereits DM erfahrene Vereine, die schon oft eine DM ausgerichtet haben nur für solche Veranstaltungen ans Land gezogen werden können. Zum einen ist es gut, da die Vereine über die gewisse Erfahrung verfügen und somit eine gute Veranstaltung in der Regel garantieren können. Auf der anderen Seite jedoch muss man sich fragen, ob der Sport in der Region beim 2..3…4…5 mal nicht mehr so gut und ausreichend vorbereitet ist und zum anderen wirkt es bescheiden für die Leute im Umfeld/der Region und verwunderlich das dort immer/oft eine DM (zumal oft in kleinen Dörfern) statt findet.
Meiner Meinung nach sollte die DFBL versuchen mit Hilfe eines solchen Regularienkataloges Vereine, die solche Grossveranstaltungen selten bis nie durchgeführt haben, ein wenig an die Hand zu nehmen und sich intensiv einzubinden. Das betrifft die Öffentlichkeitsarbeit, Hilfe bei der Homepage, Zuschauerkapazität, Planung der Versorgung und Organisation der Felder, des Spielbetriebes usw…. Denn genau in solchen Orten und Regionen ist eine Grossveranstaltung als was besonderes anzusehen und mithilfe guter Vorarbeit könnte es gelingen, in den Regionen den Sport attraktiv darzustellen und neue Leute für den Sport zu begeistern. Da wären wir auch schon beim vierten Punkt.

4) Mitgliederzahl:

Wer einmal diesen Sport gespielt hat, der hört so schnell aufgrund der Faszination des Sportes auch nicht wieder mit auf. Das ist definitiv ein Vorteil an der Sportart und somit müssen wir uns über die Mitgliederzahlen im Seniorenbereich momentan weniger Sorgen machen. Jedoch ist es wie in vielen anderen Sportarten…An der Basis muss gearbeitet werden, Kinder müssen für den Sport begeistert werden, Jugendliche müssen wir dazu bewegen, den PC auszumachen und den Faustball in die Hand zu nehmen ! Alles einfacher gesagt als getan…
Der alltägliche Stress der Kinder durch die wachsende Schulbelastung und die Demografieentwicklung ( Sinken der Geburtenrate ) zeigt uns auf, dass wir in Zukunft ein Problem im Jugendbereich haben könnten/werden. Wir müssen Kinder an den Sport binden, das schafft man einerseits über intensive Betreuung ( gute Jugendarbeit ), andererseits dadurch, dass sie auf andere Faustballer „hinaufschauen „, -damit meine ich, dass sie sich solche Grossveranstaltungen angucken sollten ( Organisation von Jugendfahrten zu DMs) und Idole entwickeln. Zudem sollte man sie als eine Art Balljungen/mädchen bei Veranstaltungen integrieren und sie mit den Spielern auflaufen lassen. Dieses klappt in fast jeder Sportart, warum also auch nicht beim Faustball ?
Gut organisierte Jugendarbeit mit schönen Turnieren ( Rahmen muss stimmen > Pokale etc ), Artikeln in der Zeitung( mit den Namen der Kinder und NICHT der Trainer ( die Kinder freuen sich bestimmt mehr drüber !!), Jugendfahrten, SPASS am SPIEL ( keine übermotivierten Trainer, die die Mannschaft nur am Erfolg messen – meiner Meinung nach das allerschlimmste für junge Kinder, die sich infolgedessen dann doch für den PC entscheiden) und die Einbindung der Eltern wenn sie es denn wollen, etc.. sollten Grundsteine für eine erfolgreiche Zukunft der Sportart sein.
Für Trainer, die interessiert sind, Jugendmannschaften zu trainieren und sich fort zu bilden, würde ich vorschlagen, jedes halbe Jahr eine Art Workshop mit Beteiligung der DFBL zu machen, wo erfahrenen und vllt. nicht so erfahrenen sich austauschen und fortbilden können. Davon hat jeder was, denn auch der erfahrene Trainer lernt nie aus, lernt vom anderen erfahrenen und auch gewiss neue Sachen vom vllt. nicht so erfahrenen.

5) Strukturen/Spielregeln:

Ein weiteres Problem sehe ich in dem Punkt, das im Sport Jahr für Jahr Regeln verändert oder gar ganze Jahrgänge ( Männer 30 zb. ) aus dem Spielbetrieb genommen werden, bzw. die Jahrgänge verändert werden. Die ständigen Regeländerungen ( 3 Gewinnsätze oder 5, bis 11 oder bis 20,Einzelspieltage oder Doppelspieltage, wie viele Gewinnsätze bei einer DM, wie viele Mannschaften eines Vereins dürfen max. in Liga XY spielen etc…) sollten endgültig festgelegt werden, um Zuschauern und Verantwortlichen und den SPORTLERN selber ( ich habe oft schon Kritik am ständigen Wechsel gehört ) den Weg klar zu machen und Verwirrungen zu vermeiden.

Ich weiss, der eine oder andere denkt sich nun, hat der Verfasser keine Freunde oder warum schreibt er so einen „ Roman „ . Der andere hingegen denkt vllt: Klug schnacken kann jeder, aber was machst du dafür ??
Ja da muss ich dem denkenden leider recht geben, ich kann momentan nichts dazu beitragen den Sport voran zu bringen !
Es gibt also 3 Wege mit dem kleinen „ Roman „ umzugehen:
1) Ignorieren
2) Mich verurteilen dass ich selber nichts dafür tue ( das liegt übrigens daran, dass ich momentan im Ausland ( Australien ) verweile und mir den Bauch bräune und aus der Zeitfreiheit die ich hier hab einen solchen Bericht verfasse.
3) Kontrovers diskutieren und positive ALS AUCH negative Kritik äußern.



Mit freundlichem Grüßen

Mario R. und der der nicht genannt werden will ( daher schreib ich aus der ICH- Perspektive )
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FaustballFuxx



Anmeldungsdatum: 10.01.2010
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: So Jan 17, 2010 12:16    Titel: Sinnvolle Gedanken, bitte mehr davon! Antworten mit Zitat

Hallo Mario R,

hervorragend und Glückwünsch zu diesen Einschätzungen. Da hast du dir im warmen Australien wirklich ein paar ernsthafte und sinnvolle Gedanken gemacht. Das kommt in diesem Forum leider zu selten vor. Alle diese Punkte kann ich nur unterstreichen. Vor allem die Idee mit den Ballkindern finde ich klasse. Auch zur Feststellung "warum also auch nicht beim Faustball?" bin ich selbst oft gekommen. Warum verdammt noch einmal geht das logisch und prfoessionell in anderen Sportarten, nur nicht im Faustball. Einen Kriterienkatalog für Deutsche Meisterschaften gibt es bereits. Der kist sehr ausführlich, schreckt aber auch viele Vereine ab, diese DMs auszurichten. Schau mal hier: http://www.faustball-liga.de/dfbl-dtb/downloads/e4277/infoboxContent4303/DMAusrichtervertragHalleMnner.doc

Auch der Punkt der einheitlichen Spielregeln ist ein sehr wunder Punkt im Faustball, der aber wirklich einheitlich bzw. zumindest mit wenigen klaren Varianten geregelt gehört. Warum nicht bis zur 2. Bundesliga und bei dem DM-Endrunden in allen Altersklassen drei Gewinnsätze bis 11 Punkte und nur bei den Einzelspieltagen in der 1. Bundesliga fünf Gewinnsätze? Stattdessen gibt's in manchen unteren Ligen wohl zwei Gewinnsätze, bei manchen Frauen-Turnieren vier Gewinnsätzen.

Ein weiteres großes Problem in diesem Zusammenhang ist seit Jahren in allen Spielklassen eine einheitliche und aussagekräftige Tabelle hinzubekommen. Momentan haben in manchen Ligen Teams vier oder noch mehr Spiele mehr als andere Teams in der Liga gemacht. Wie will man da beispielsweise in den Medien eine Aussage über den Tabellenstand und die Mannschaftsleistungen treffen? Schau zum Beispiel mal auf die 1. Bundesliga Süd der Frauen oder auf die Verbandsliga in Hessen.
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